21.07.2018

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Einfluss von Glücksbringern und Aberglaube beim spielen?

Ich denke wir sind uns alle einig dass Glück eine ganz wichtige Rolle beim Zocken hat. Nicht umsonst reden wir bei Casinospielen von „Glücksspielen“. Natürlich ist es möglich, bei Spielen wo auch die Geschicklichkeit eine Rolle spielt, dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen. Ein gutes Beispiel dafür ist Blackjack, wo man mit der perfekten Strategie seinen Nachteil gegenüber der Bank minimieren kann. Aber auch dort – auch mit der besten Strategie kann es passieren, dass der Dealer mehrere Male hintereinander einen Blackjack hat und uns schlägt. Oder beim Roulette, wo die Kugel genau auf unserer Nummer landet und dann im letzten Moment noch eine Zahl weiterspringt. Wir können eine Glückssträhne haben, oder eine Pechsträhne. Glück spielt bei solchen Spielen eine wesentliche Rolle.

Es gibt Menschen die glauben, sie könnten dies mit Hilfe eines Glücksbringers beeinflussen. Ein Talisman soll sie etwa vor einer Pechsträhne bewahren. Sicher hast Du das auch schon in Spielbanken beobachtet: Leute, die ihre Glücksbringer fest an sich drücken, wenn sich das Rouletterad dreht. Solche Glücksbringer können z.B. ein mitgebrachtes Hufeisen sein, ein kleiner Kristall, ein Kleeblatt am Schlüsselanhänger oder auch etwas Persönlicheres wie etwa ein Foto von einem Freund.

Dann gibt es auch abergläubische Menschen, die bereits auf Zeichen achten, bevor sie ins Casino gehen. Sie denken z.B. dass sie mit dem rechten Bein aufstehen sollten, weil das ihnen Glück bringt, oder sie geben ihrem Partner einen Kuss, bevor sie einen Einsatz tätigen. Ähnliche abergläubische Aktionen kann man auch vor einem Einsatz beobachten. So soll es Unglück bringen, wenn man dem Dealer nach einem grösseren Gewinn kein Trinkgeld gibt.

Spieler aus Asien sind sogar noch abergläubischer als Europäer. In China z.B. soll es Unglück bringen wenn man sein Geld oder seine Chips während dem Spielen zählt. Ein dortiger Aberglaube ist auch, dass es Unglück im Spiel bringt, wenn man auf dem Weg ins Casino einer Nonne oder einem Mönch begegnet ist. Andererseits soll das Tragen von roter Unterwäsche Glück bringen! Und die Zahl 8 gilt in China als Glückszahl, während die Zahl 13 bei abergläubischen Europäern Unglück bedeutet.

Bringt jetzt ein Glücksbringer etwas oder nichts? Wie wichtig ist der Aberglaube beim Zocken? Wird Dir ein Talisman helfen, ein wichtiges Spiel zu gewinnen? Hm, wahrscheinlich nicht. Oder besser gesagt: Sicher nicht. Glücksbringer und Aberglaube sind Quatsch und können Dir sogar eher Nachteile denn Vorteile beim Spielen bringen.

Schauen wir es uns aus einer rationalen Sicht an:

Du spielst Roulette und setzt auf schwarz. Du hast Dein vierblättriges Kleeblatt am Schlüsselbund, Deinen Glücks-Lavastein in der linken Hand und Du hast Deine Frau vor dem Besuch der Spielbank dreimal geküsst. Jemand anderes am Tisch hat jedoch auf schwarz gesetzt. Er trägt einen Hufeisen-Ohrstecker, trägt rote Socken und sein Horoskop sagte für heute voraus, dass er viel Glück haben wird. Und jetzt ist ja klar: Nur einer von euch beiden kann gewinnen. Oder ihr verliert beide, wenn die 0 kommt. Wenn ihr beide einen ganzen Abend spielt und jeweils auf die gegenteilige Farbe des anderen setzt, dann kann maximal einer Gewinn machen, obwohl ihr beide genau gleich fest an eure Glücksbringer geglaubt habt.

Somit sollte klar sein: Glücksbringer bringen kein Glück im Casino. Ein Grund für den verbreiteten Aberglauben ist das selektive Gedächtnis. An wie viele grosse Gewinne erinnerst Du Dich? Ich selbst erinnere mich an viele meiner grossen Gewinne. Und an wie viele grosse Verluste erinnerst Du Dich? Ich erinnere mich nur an einige wenige. Und genau das ist das Problem. Du erinnerst Dich daran, dass Deine Freundin Dir die Daumen drückte, also Du den Slots Jackpot geknackt hast. Und Du erinnerst Dich daran, dass Du die Hoste mit dem Karo-Muster getragen hattest, als Du mit 500 Euro Gewinn aus der Spielbank gegangen bist. Aber Du erinnerst Dich nicht mehr daran, welches Hemd Du getragen hast, als Du 200 Euro verzockt hattest. Oder was Du gegessen hattest, also Du Dein Geld schon nach einer halben Stunde verspielt hattest.

Deswegen nochmals: Aberglaube hat beim Zocken nichts verloren. Er hindert Dich sogar daran, Spass zu haben. Es gibt z.B. Spieler, die an einem spezifischen Spielautomaten einmal viel Geld gewonnen haben. Nun denken sie, dass diese Maschine ihnen Glück bringt. In der Folge spielen sie nur noch dort Slots, obwohl das immergleiche Spiel am gleichen Automaten schnell langweilig wird. Schade, oder? In online Casinos gibt es jeweils gegen hundert verschiedene Spielautomaten, da wäre es doch sehr schade, immer nur das gleiche Spiel zu spielen, nur weil Du dort ein, zwei Male Glück hattest, oder? Denn das ist doch einer der wichtigsten Gründe, weswegen überhaupt gespielt wird: wegen dem Spass. Oder stell Dir folgenden Aberglauben vor: Ein Spieler denkt, dass ihm ein rothaariger Croupier Glück bringt. Jetzt wartet er den ganzen Abend, bis endlich ein Croupier mit roten Haaren das Spiel übernimmt. In der Zeit hat er viel Spass verpasst, und das nur wegen seinem Aberglauben.

Deswegen: Du kannst gerne Deinen Talisman dabei haben, wenn Du zockst. Aber sei Dir bewusst, dass dieser Glücksbringer den Spielverlauf überhaupt nicht beeinflusst. Kauf Dir auch nicht irgendwelche Gadgets, nur weil jemand sagte, dass das Glück bringt. Spar Dir dieses Geld und nutze es stattdessen, um Spass an den tischen zu haben.

Ach ja, und wenn Du einer derjenigen bist, dessen Glückszahl die 8 ist – dann kannst Du Dein Glück ja im 888 Casino probieren!

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